Bogen kaufen
Wie viel Erfahrung hast du mit Bogenschießen?
Der Bogensport
Wer den Bogensport ausüben möchte, braucht Koordination, Geduld und Muskelausdauer. Die körperliche Belastung liegt vor allem in Schulter, Rücken und Zugarm. Dazu kommt die mentale Komponente: Auge, Hand und Ankerpunkt müssen bei jedem Schuss reproduzierbar übereinstimmen.
Die wichtigsten Entscheidungen vor dem Kauf
Zuerst die Erfahrungsstufe klären: Anfänger starten mit Recurve oder Reiterbogen. Wer bereits Erfahrung hat, kann Compound oder traditionellen Langbogen ins Auge fassen.
Dann das Abschusssystem: Fingerschützen ziehen ohne Hilfsmittel, was beim Recurve und Langbogen Standard ist. Compound-Schützen verwenden meist einen Release-Aid für konsistente Ausführung.
Pfeile müssen zum Bogen passen: Spinewert, Material (Carbon, Aluminium, Holz) und Länge hängen direkt vom Zuggewicht und der Auszugslänge ab. Falsche Pfeile für ein gutes Zuggewicht führen zu schlechter Flugleistung unabhängig von der Technik.
Die vier Bogentypen im Überblick
Reiterbögen und Langbögen kommen aus einem Stück, sind sofort schussbereit und brauchen kein Zubehör. Takedown-Recurvebögen und Compoundbögen lassen sich in Einzelteile zerlegen, sind aufrüstbar und erlauben präzisere Einstellungen für Wettkampf oder Jagd.
| Bogentyp | Für wen? | Zuggewicht Einsteiger | Preis ab |
|---|---|---|---|
| Reiterbogen | Anfänger, Kinder, traditionell | 20–30 lbs | 40 € |
| Recurvebogen | Anfänger bis Wettkampf, Verein | 25–35 lbs | 60 € |
| Langbogen | Traditionelle Schützen, Mittelalter | 25–35 lbs | 60 € |
| Compoundbogen | Fortgeschrittene, Jagd | 40–60 lbs (Ablass: 65–80 %) | 200 € |

Kompakt und sofort schussbereit. Ab 40 €, keine Einzelteile, ideal als erster Bogen.

Olympischer Standard. Wurfarme auswechselbar: Zuggewicht wächst mit dir mit.

Ein Stück Holz, eine Sehne. Zuggewicht und Bogenlänge müssen exakt zur Körpergröße passen.

Cam-System reduziert Haltegewicht auf 15–35 %. Maximale Präzision, mehr Wartungsaufwand.
Der Reiterbogen
Reiterbögen haben ihren Ursprung bei den Reitervölkern Asiens. Ihr Kennzeichen: geringe Größe (meist unter 120 cm) bei gleichzeitig hoher Schusskraft durch die recurved Wurfarmenden. Kein Zubehör nötig, keine Einzelteile. Schussbereit in Sekunden.
Anfänger und Schützen, die sich mit dem intuitiven Schießen auf Ziele im Gelände beschäftigen, greifen gern zu diesem Bogentyp. Der Pfeil stabilisiert sich durch die hohe Beschleunigung sehr schnell in der Luft. Mehr zum Reiterbogen →
Der Langbogen
Das Gegenstück zum Reiterbogen: Der Langbogen ist mindestens so groß wie der Schütze. Kein Mechanismus, keine Zubehörbuchsen. Der Langbogen verlangt saubere Technik, weil er Fehler nicht abfedert. Beliebt bei traditionellen Schützen, Mittelalter-Enthusiasten und Geländeschützen. Mehr zum Langbogen →
Der Recurve-Bogen
Der Name gibt einen Bezug auf das Aussehen: Er besitzt eine „re curve” oder „Zurückkurve”. Spricht man von Recurvebögen im sportlichen Sinne, sind die Bögen gemeint, die sich in drei Hauptbestandteile zerlegen lassen: Griffstück, und zwei Wurfarme. Diese Bögen werden auch als Olympische Bögen bezeichnet und sind seit 1972 bei den Olympischen Spielen vertreten. Mehr zum Recurvebogen →
Der Compound-Bogen
Der Compoundbogen nutzt ein Cam-System aus Hebeln und Rollen, das das Haltegewicht beim vollen Zug auf 15–35 % des eingestellten Zuggewichts reduziert. Typische Achse-zu-Achse-Länge: 30–38 Zoll (ca. 76–97 cm). Standard für Jagd und Compound-Sport, weniger für den klassischen Vereinssport. Mehr zum Compoundbogen →
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