Welche Pfeile für welchen Bogen

Die für den Körper durchaus gesunde Freizeitbeschäftigung Bogenschießen wird immer mehr zu einer Trendsportart. Viele kommen deswegen auf die Idee, diese Aktivität ausprobieren zu wollen. Dazu ist es aber wichtig, im Vorfeld zu wissen, welchen Bogen man verwenden kann. Hast du dich erst für einen geeigneten entschieden, stehst du vor der Frage, welche Pfeile die Ausstattung ergänzen sollen. Deshalb werden die einzelnen Bogenarten sowie alle Pfeilarten mit ihren Vor-oder Nachteilen sowie ihrer Einsetzbarkeit beschrieben.

 

Bogenarten

Bei einem Langbogen, also einem Selfbow oder einem Primitivbogen, findest du kein Hilfszubehör vor. Denn so benutzten ihn ursprünglich die Schützen. In der heutigen Zeit besteht er meist aus Karbonfasern und Fiberglas. Ganz im Gegensatz dazu existiert der Compoundbogen erst seit den 1960er Jahren. Dieser funktioniert nach dem Flaschenzugprinzip.

Am jeweiligen Ende des Bogens kannst du Rollen sowie Steuerungsscheiben sehen. Sobald du zum Schießen ansetzt, legt sich ein Stahlkabel um die Scheiben. Dieses ist Bestandteil der Zugkraft. Das Gerät ist insgesamt aus Leichtmetall und Karbon beschaffen. Ein Vergrößerungsglas (Scope), ein Visier mit einer Wasserwaage und ein Sehnenguckloch (Peep-Sight) helfen dir, den richtigen Moment zum Loslassen zu ermitteln.

Durch Stabilisatoren lässt sich der Schuss dämpfen. Ebenso bleibt auf diese Weise das Gleichgewicht beibehalten. Ein Reiterbogen ist ziemlich klein, da er in der Regel vom Pferd aus zum Einsatz kam. Holz oder Horn sind hierbei die üblichen Materialien. Ein Teilnehmer der „Olympischen Spiele“ beispielsweise darf ausschließlich einen Recurvebogen verwenden. Bei diesem Bogen kannst du die beiden gebogenen Wurfarme zum besseren Transport abmontieren. Die Arme sind aus Fiberglas, Karbon und Holz verarbeitet.

Durch die Konstruktion speichern die Bögen einen höheren Anteil an Energie als die anderen Bögen. Das Griffstück besteht aus Leichtmetalllegierungen, die gefräst oder gegossen sind. Das Vorbild eines Jagdbogens ist im asiatischen Bogen zu sehen, der entweder einteilig oder dreiteilig ist. Zielhilfen gibt es dabei keine. Auch beim Blankbogen schießt du ohne Hilfsmittel oder Stabilisatoren.

 

Pfeilarten für Bögen

Prinzipiell gilt es, zwischen Holzpfeilen, Carbonpfeilen, Aluminiumpfeilen, Fiberglaspfeilen und Alu-Carbonpfeilen zu unterscheiden. Holzpfeile sind zwar die natürlichste Variante, aber du musst bedenken, dass sie ein höheres Gewicht tragen als andere Pfeile und dass keiner dem anderen gleicht. Wenn sie jedoch zersplittern, solltest du aufpassen, dass du nicht in Reste auf dem Boden trittst. Falls du dich dennoch für einen Holzpfeil entscheidest, sollte die Befiederung im Idealfall leicht eingedreht sein.

Außerdem lohnt es sich, Pfeile mit echten Federn zu wählen, weil so sowohl die eigene Verletzungsgefahr geringer wird als auch die Wahrscheinlichkeit einer Gerätbeschädigung. Ungünstige Witterungsbedingungen verändern das Holz irreversibel. Die Pfeile eignen sich insbesondere für Langbögen, Jagdbögen und Reiterbögen. Langbögen darfst du ausschließlich mit Holzpfeilen spannen. Der Vorteil von Carbonpfeilen ist in der Leichtigkeit des Materials und somit in einer höheren Geschwindigkeit zu sehen.

Da die Pfeile nicht so schnell abbrechen, ist das Risiko einer Gefahr für den Schützen eher niedrig. Ein Carbonpfeil ist häufig mit einem Gummi befiedert, der sich manchmal verselbständigt und vom Pfeilschaft löst. Das passiert besonders bei zu tiefem Eindringen des Pfeils in die Zielscheibe. Carbonpfeile kannst du für Blankbögen, Compoundbögen oder Recurvebögen verwenden. Von Aluminiumpfeilen solltest du als Anfänger eher absehen. Denn bei falscher Anwendung oder fehlender Aufmerksamkeit verbiegen sie sehr schnell. So muss man die Pfeile beispielsweise besonders langsam und vorsichtig aus der Zielscheibe herausnehmen. Wer geübt ist, profitiert von der Leichtigkeit und der Schnelligkeit des Pfeils. Zum Einsatz kommen die Pfeile bei Recurvebögen, Compoundbögen und Blankbögen.

Fiberglaspfeile sind nicht nur für Anfänger problematisch, sondern sollten selbst von erfahrenen Bogenschützen eher umgangen werden. Denn das Material bricht leicht auseinander und sorgt somit für erhöhte Verletzungsgefahr. Zudem ist die Verarbeitung häufig schwach. Eine gute Lösung wären Alu-Carbonpfeile, die nur innen aluminiumhaltig sind, außen hingegen mit Carbon versehen sind. Vorteilhaft ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Wind. Jedoch sind solche Pfeile oft sehr teuer.

Einsetzen kannst du sie bei Compoundbögen, Recurvebögen sowie Blankbögen. Grundsätzlich solltest du bei allen Pfeilvarianten berücksichtigen, dass die Befiederung nicht grün sein sollte, da es die Suche nach den Wurfgeräten im Rasen deutlich erschweren würde. Je farbiger die Befiederung ist, desto schneller ist der Pfeil wieder auffindbar. Anfängern, denen es schwer fallen wird, die Pfeile selbst aus der Scheibe zu ziehen, sei ein Pfeilzieher zu empfehlen. Mit einem Gummi kannst du den Pfeil dann leicht herausnehmen.

Aber auch Fortgeschrittenen hilft ein Pfeilzieher bei Nässe oder bei der Verwendung von Aluminiumpfeilen. Hat sich der Pfeil allerdings in fremde Gegenstände statt in die Zielscheibe verirrt, kann es auch hier zu Komplikationen beim Herausziehen kommen.

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